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Erweitertes E-Commerce Tracking mit Google Analytics

E-Commerce Tracking – Notwendigkeit für jeden Webshop

Nichts ist schlimmer, als nicht zu wissen wer, was und zu welcher Zeit jemand bei einem im Webshop kauft. Obwohl… doch, es kann noch schlimmer kommen. Insofern, dass man auch nicht weiß wie viel Budget für welche Online-Kampagne ausgegeben wurde und dann die Frage nach der Anzahl der Bestellungen und woher diese Kunden gekommen sind, nicht beantworten kann. Ein absoluter Alptraum für jeden Online-Marketer, vor allem wenn der sich vor dem Management rechtfertigen muss – welches ja bekanntlich Zahlen lesen kann oder können sollte. Also höchste Zeit ein vernünftiges „E-Commerce Tracking“ einzubauen.

Auswahl einer Tracking-Software

Um also ad hoc und zu jeder Zeit diese Fragen beantworten zu können, sollte ein funktionierendes Tracking-System in Ihrem Shopsystem oder in Ihren Formularen (wenn kein Shopsystem vorhanden) implementiert sein. Wie der Titel verrät, ist das in unserem speziellen Fall Google Analytics mit dem Universal Pixel (analytics.js) und dem „enhanced e-commerce“-plugin (ec.js). Da dieses System kostenlos von Google angeboten wird, ist dies prinzipiell für jedes KMU die sinnvollste Lösung wenn es um Tracking geht. Keine Sorge, Sie zahlen nur mit dem zur Verfügung stellen Ihrer gesammelten Daten 😉

Vom Google Analytics zum E-Commerce Pixel

Ich empfehle jedem Webseitenbetreiber der mit vielen Code-Fragmenten bzw. Tracking-Pixeln arbeiten möchte, das Pixel-Verwaltungs-Tool Tag-Manager von Google. Damit lassen sich unterschiedliche Pixel (z.B.: Facebook, Adwords, Analytics) in einem Tool zentral verwalten und jederzeit über ein Backend anpassen.
Da dieser Artikel aber die Grundlagen und ein allgemeines Verständnis vermitteln soll, bleiben wir bei der klassischen Art Codefragmente in eine HTML-Seite einzufügen.

Wie wollen wir also loslegen? Da ich davon ausgehe, dass ein Großteil der Leser eines solchen Artikels bereits ein einfaches Google Konto verfügen, überspringen wir den Teil wo erklärt wird wie ein solches angelegt wird. Sie wissen bestimmt, dass Sie mit einem Google Konto dutzende Google Produkte großteils kostenlos nutzen können. Unter anderem auch Google Analytics.

  1. Wenn Sie also ein Google Analytics Konto angelegt haben, klicken Sie im Bereich „Property“ auf Tracking-Information um den notwendigen Pixel für Ihren Webseite zu erhalten.
    Mit dem E-Commerce Tracking von Google Analytics erkennen Sie schnell und einfach wer, was zu welche Erlösen etwas in Ihrem Shop bestellt hat.
  2. Kopieren Sie nun diesen Code und setzen Sie ihn am besten in Ihr Haupttemplate (in den <head>-Bereich), welches für jeden Schritt des Bestellprozesses – dazu gehört der Warenkorb, Checkout (mit all seinen Schritten) und natürlich die Kaufabschlussseite – als auch für den Rest der Webseite verantwortlich sein sollte. Wir hatten vor kurzem einen Kunden der ein selbst gestricktes System hatte. Ohne Warenkorb, ohne vernünftigen Checkout-Prozess. Auch hier gibt es die Möglichkeit ein vernünftiges E-Commerce Tracking einzupflegen – also keine Sorge, sollten Sie „nur“ einfache Formulare zur Verfügung haben.
  3. Nachdem Sie nun den Pixel auf Ihrer Webseite eingebaut haben, aktiveren Sie unter Ihrer Datenansicht – wir empfehlen das Anlegen einer eigenen „View (Datenansicht)“ für den E-Commerce Bereich – E-Commerce-Einstellungen den Bereich „E-Commerce“ und den Bereich „Erweitere E-Commerce-Berichte“. Ohne diese Grundeinstellungen werden keine Daten aggregiert.

Nachdem wir nun die Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches E-Commerce Tracking erfüllt haben, geht es zum Implementieren des eigentlichen Pixels. Wir konzentrieren uns hierbei nur um die grundlegenden Funktionen, nämlich um den eigentlich Kaufabschluss und den Schritten bis zu einem Kauf. Dies ist meist der „Check-Out“-Prozess, wie Sie es von Amazon oder Zalando kennen, nachdem Sie das gewünschte Produkt in den Warenkorb gelegt haben und bereits Richtung Kauf unterwegs sind.

Initialisieren des Bestellprozesses

Bevor Sie anfangen können, jeden Schritt Ihrer Kunden zu messen, müssen Sie das ec.js Plugin aktivieren. Die geschieht indem Sie ga(‚require‘, ‚ec‘); nach dem Bereich ga(‚create‘, ‚UA-XXX‘, ‚auto‘); und vor jeder anderen E-Commerce Funktion die noch folgen mag und natürlich – und das ist wirklich wichtig – noch vor dem Absenden des Pageviews ga(’send‘, ‚pageview‘); einbauen.

Der Code könnte nun so aussehen:

<script>
(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){ (i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o), m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m) })(window,document,'script','//www.google-analytics.com/analytics.js','ga'); 
 
ga('create', 'UA-XXX', 'auto'); 
ga('require', 'ec'); 
 
// HIER KOMMEN DIE E-COMMERCE FUNKTIONEN ###Platzhalter### //
 
ga('send', 'pageview'); 
</script>

 

Messen des Bestellprozesses und der Transaktion

Was auch immer Sie für ein CMS (Content Management System) verwenden, schauen Sie, dass Sie für die einzelnen Schritte des Bestellprozesses, ebenso für die „Vielen Dank für Ihre Bestellung“-Abschlussseite, ein eigenes Template haben oder zumindest einen definierten Bereich auf jedem Step/Seite den Sie ersetzen können (dies wäre zum Beispiel ein „Marker“ im Typo3  in der Form ###PLATZHALTER###).

Nun legen wir los: Wenn Sie alle technischen Voraussetzungen umsetzen konnten (oder Ihre Agentur oder IT-Abteilung), dann sollten Sie einen sogenannten „Funnel“ (Trichter) anlegen um sehen zu können in welchen Schritt sich Ihre Kunden verabschieden ohne einen Kauf zu tätigen.

Dazu implementieren Sie einfach in jedem Schritt (z.B.: Bezahlung oder Lieferadresse) folgenden Code. Und nicht vergessen: Immer nach dem „create“, dem „require“ und vor dem „Pageview“ des Analytics Pixels.

Zuerst wird das Produkt mitgegeben:

ga('ec:addProduct', { 
'id': 'Product12345', // Einfach irgendeine ID wie z.B. eine Sessionid 
'name': 'DER NAME DES PRODUKTS',  
'category': 'DIE KATEGORIE DES PRODUKTS', 
'brand': 'DIE MARKE DES PRODUKTS', 
'variant': 'EINE EIGENSCHAFT ODER VARIANTE DES PRODUKTS', // Zum Beispiel Schwarz 
'price': 'DER PREIS', // Vorsicht! Kommastellen per Punkt und nicht Komma 'quantity': UND DIE MENGE  
});


Und hier der Schritt bei dem sich der Käufer gerade befindet:

ga('ec:setAction','checkout', { 
'step': 1, // Hier können Sie den Schritt eintragen. z.B. 1 für Zahlung, 2 für persönliche Daten und 3 für Rechnungsadresse, 4 für Rechnung, etc. 
});

Wenn Sie nun alle Schritte die der Kunde bis zum Kauf tätigen muss, korrekt verpixelt haben, müssen Sie nur noch die letzte Seite (das ist meist die „Vielen Dank für Ihre Bestellung“-Seite) mit folgendem Code versehen.

Zuerst wird wieder das Produkt mitgegeben:

ga('ec:addProduct', { 'id': 'Product12345',                 // Einfach irgendeine ID wie z.B. eine Sessionid 'name': 'DER NAME DES PRODUKTS',  'category': 'DIE KATEGORIE DES PRODUKTS', 'brand': 'DIE MARKE DES PRODUKTS', 'variant': 'EINE EIGENSCHAFT ODER VARIANTE DES PRODUKTS', // Zum Beispiel Schwarz 'price': 'DER PREIS', // Vorsicht! Kommastellen per Punkt und nicht Komma 'quantity': UND DIE MENGE  });

Und dann wird der Kauf abgeschlossen:

ga('ec:setAction', 'purchase', { 
'id': 'KaufID', // Einfach irgendeine ID wie z.B. eine Sessionid 
'revenue': 'DER GESAMTWERT DES KAUFES', 
'tax': 'DIE UMSATZSTEUER', 
'shipping': 'DIE LIEFERKOSTEN', 
'coupon': 'FALLS VORHANDEN EIN GUTSCHEINCODE'  
 });

Und schon können Sie nach wenigen Stunden in Ihrem Google Analytics Account unter dem Menüpunkt „Conversions –> E-Commerce“ die ersten Ergebnisse sehen, sofern Ihre Kunden etwas gekauft haben 😉

Mögliche Fehlerquellen:

  • Vergessen Sie nicht das Plugin ec.js zu laden.
  • Achten Sie auf die Reihenfolge (Zuerst das „create“, dann das „require“, dann die E-Commerce-Funktionen, dann das Absetzen des Pageviews. Am häufigsten konnte ich beobachten, dass der Pageview des Google Analytics-Pixels vor den Funktionen abgesetzt wurde. Leider werden dann die gesammelten Daten nicht übermittelt.
  • Verwenden Sie den neuen GA-Pixel (analytics.js). Sollten Sie noch den ga.js verwenden, sollten Sie vorab wechseln. Hier gibt es eine Anleitung.

Ich wünsche viel Freude mit den grundlegendsten Funktionen des „Erweiterten E-Commerce Trackings“ von Google.
Und vorweg, mir ist bewusst, dass einige Funktionen weggelassen wurden. Sollten Sie also einen größeren Webshop betreiben und mehr Funktionen benötigen, kontaktieren Sie uns doch einfach – wir können auch komplexere Fragestellungen beantworten!

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    Erweitertes E-Commerce Tracking mit Goog…

    von Sebastian Gückelhorn Lesezeit: 7 min
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